Das Kreuzmobile im Altarraum
Das Mobile des Wolfsburger Künstlers Jochen Kramer (1935 - 1988) hängt seit 1974 an seinem Platz hinter dem Altar. Bewusst abstrakt gestaltet, passt es sich mit seinen 13 Feldern in drei Bahnen organisch in den Kirchenraum ein, weil es in Formen und Farben Elemente des Raumes aufnimmt: Silber korrespondiert mit dem Hellgrau des Marmoraltars, Rot mit den Bodenfliesen, Braun mit den Schalldeckeln. Nur wenige Felder gleichen sich exakt, vielmehr werden die Formen Kreis, Quadrat und Rechteck vielfältig variiert in Material, Farben, Größe und Raumlage (Kante oder Spitze).
Erst auf den zweiten Blick erkennt man das Kreuz: Einige Teile des Metallrahmens wurden in Schwarz ausgeführt und lassen es so dem aufmerksamen Betrachter sichtbar werden.
Je nach Lichteinfall scheinen sich die Farben zu verändern, Schatten und Lichtreflexe beleben die Formen und lassen das Mobile gewissermaßen ein Eigenleben entwickeln.
Die Sonne lässt Schattenbilder entstehen, die zum Beispiel im Lauf eines Gottesdienstes an der Altarwand von links nach rechts wandern.